Flötenmusik Susanne Hoffmann

 
                 
                 
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Blockflöten-Workshop mit Susanne Hoffmann

Am Samstag, den 25. Februar 2017 fanden sich ca. 25 Teilnehmerinnen und drei Teilnehmer bei einem Blockflöten-Workshop im Gemeindesaal der Lukaskirche in Regensburg ein. Dieser fand unter der fachkundigen Leitung von  Susanne Hoffmann statt, die unter anderem an der Sing- und Musikschule Regensburg als Diplom-Musiklehrerin unterrichtet und auch für ein großes Blockflöten-Ensemble mit dem lautmalerischen Namen "Flautissimo" verantwortlich zeichnet.

Neben vielen Teilnehmerinnen aus dem Flautissimo-Ensemble konnten auch aus dem weiteren Umkreis Regensburgs interessierte Musikerinnen im ersten Teil auf ein- und mehrstimmige geistliche Lieder von Martin Luther, weltlichen Madrigalen und Tänze gespannt sein. In einem zweiten Teil am Nachmittag stand dann ein modernes Werk aus 2001 eines zeitgenössischen australischen Komponisten, eine afrikanische Suite mit vertrackten Rhythmen, aber auch klassische Literatur von Antonio Vivaldi (1645 – 1741) auf dem Programm.

Die Blockflöte ist nach der Stimme das "natürlichste" Instrument, da die Erzeugung der Töne sehr direkt erfolgt. Sie ist somit relativ leicht spielbar und kann auch durch "Spätberufene" erlernt werden – so fing beispielsweise eine Teilnehmerin mit dem zarten Alter von 72 Jahren zu spielen an.

Leider hat das Instrument einen schlechten Ruf, da es häufig als "Kinderinstrument" als Einstieg genutzt wird, aber selten in seiner Perfektion zu hören ist. Gemäß dem Motto: "Was ist schlimmer als eine Blockflöte? – Zwei Blockflöten" ist das Zusammenspiel an allerlei Herausforderungen geknüpft. Das fängt mit unterschiedlichen Flötenmodellen an, die sich in deutscher und barocker Griffweise unterscheiden können, in verschiedenen Holzarten oder in Kunststoff ausgeführt sein  können, neu oder schon Jahrzehnte in Gebrauch sein können und hört beim unterschiedlichen Können der Spieler noch nicht auf.

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellungsrunde wurden die Teilnehmer in die verschiedenen Stimmgruppen ähnlich wie beim Chor eingeteilt: Sopran-, Alt-, Tenor- und Bass-Stimme mit den jeweils dazugehörigen unterschiedlich großen Flöten. Dabei war bei den Spielern die sogenannte "Subbass-Blockflöte" immer wieder ein Hingucker, da diese in einer speziellen eckigen Bauform ausgeführt war, fast mannshoch war und  eine Oktave tiefer als eine "normale" Bassflöte klingt. 

Nach einer kurzen Einführung zu den Lebensdaten zu Martin Luther, der auch als Komponist tätig war, wurde die Volksweise "Die beste Zeit im Jahr ist Maien" angestimmt. Es ist immer wieder erstaunlich, wie durch die Blockflöten ein orgelähnlicher, satter Klang erzeugt wurde – vorausgesetzt natürlich, dass die Intonation stimmt. Dies war aber nach dem Klären der Vorzeichen und richtigen Griffweise schnell kein größeres Problem mehr. 

Aber der Schwierigkeitsgrad wurde schnell gesteigert, denn als nächstes standen mehrstimmige Werke aus dem 16. Jahrhundert auf dem Programm. Bei den Madrigalen handelt es sich um Lieder mit einem weltlichen Text – im Gegensatz zu Chorälen, die ihren Ursprung im kirchlichen Gesang hatten. Charakteristisch für diese Liedform ist eine ausgeprägte Polyphonie und chromatische Verflechtungen, in der auch die korrekten Atempausen und Tempiwechsel ein besonderes Augenmerk der Blockflötisten erforderten.

Zur Abwechslung wurden anschließend Volklieder und Tänze aus dem Engadin gespielt. Diese Musik ging sofort ins Ohr und verleitete fast zum Mittanzen. 

Schließlich stand ein anspruchsvolles Stück von dem bekannten Komponisten Antonio Vivaldi auf dem Programm. Aber genau so wie das Werk eines modernen Zeitgenossen, der in seinem mehrsätzigen Werk auch vor romantischen Anklängen nicht zurück schreckte oder die Umsetzung von ungewohnten afrikanischen Rhythmen, war unter der fachkundigen Anleitung kein Problem und machte den Teilnehmern sichtlich Spaß. 

Insgesamt bot der Workshop einen interessanten Streifzug durch die unterschiedlichen musikalischen Epochen und die vielfältigen Möglichkeiten des heutzutage notorisch unterschätzten Instruments Blockflöte und räumte mit dem Vorurteil eines reinen "Kinderinstruments" gründlich auf.  

Wer sich davon gerne selbst überzeugen möchte, ist zum Benefizkonzert zu Gunsten der "Ärzte ohne Grenzen" am 7. Mai 2017 um 17:00 Uhr in die Lukaskirche in der Siebenbürgener Straße 12 mit dem Blockflöten-Ensemble "Flautissimo" und Schülern der Flötenklassen unter der Leitung von Susanne Hoffmann eingeladen.

 

 

   
      Liebe Susanne,

Dank und großes Lob! Du hast eine so gute Stimmung verbreitet mit Deiner
Geduld und Deinen klaren professionellen Anforderungen, dass es eine
gute Mischung aus Spaß und Lernen war, finde ich jedenfalls. Mir hat es
Spaß gemacht und sicher auch 'was gebracht', selbst wenn ich nicht im
Ensemble spiele.
Ich hoffe, Du konntest Dich abends und am Sonntag erholen; denn das ist
ja ganz sicher total anstrengend, so viele redefreudige Menschen zu
dirigieren, zu motivieren usw.

Dir eine gute neue Woche und bis zum 10.03.,
liebe Grüße,
Wiltrud